Albverein Altshausen wandert mit französischen Gästen aus Sausset les Pins

Der Schwäbische Albverein hat die im vergangenen Jahr beim Aufenthalt in Sausset les Pins geborene Idee eines Wanderaufenthaltes französischer Gäste in Altshausen aufgegriffen und vier interessante Wanderangebote ausgearbeitet. Die Vertreter des Partnerschaftsausschusses und die Gastgeber konnten am 20.September acht Wanderer aus der Partnerstadt Sausset les Pins willkommen heißen.
Am anderen Tag fand die erste Wanderung auf der Blitzenreuter Seenplatte statt. Ein Schmankerl war die Besteigung des Hatzenturmes bei Wolpertswende, den mancher Wanderer aus Altshausen bis dato nicht kannte. Abends traf man sich zu einem gemeinsamen Essen, welches von der Gemeinde Altshausen für Gäste und Gastgeber ausgerichtet wurde.
Der zweite Tag führte zu den Buchenegger Wasserfällen bei Steibis/Oberstaufen. Von der Bergstation der Hündlebahn ging es zunächst zum Hündlekopf (1112 Meter) und danach zu den schönsten Punkten der Weißachschlucht. Die über zwei Felsstufen stürzenden Wassermassen bieten ein impossantes Schauspiel. Die Wanderstrecke betrug ca. 11 km und es waren 550 Höhenmeter zu bewältigen. Auf der Heimfahrt wurde noch die Basilika in Weingarten besucht.
Der dritte Tag führte in den Bregenzer Wald auf die Kanisfluh. Von der Bergstation der Mellauer Bahn geht der Weg zunächst durch den Wald bis zur Wurzach Alpe. Danach führt er in Kehren zunächst sanft und danach etwas steiler zum Gipfel. Die französischen Gäste waren von der herrlichen Aussicht begeistert und sind dafür die ca. 650 Höhenmeter gerne gegangen. Bei der Heimfahrt ging es noch zur Veitsburg in Ravensburg mit Blick auf die Stadt und das Schussental.
Am letzten Tag stand eine Wanderung auf der Schwäbischen Alb auf dem Programm. Ziel war der Albtraufweg rund um den Raichberg. Die Wanderung begann auf dem Parkplatz „Stich“ bei Onstmettingen und führte zu herrlichen Aussichtspunkten. Höhepunkt war das Zeller Horn mit Blick auf die Burg Hohenzollern. Aus dieser Sicht liegt sie geradezu märchenhaft da und hat die Wanderer begeistert. Das Mittagessen wurde im Nägelehaus eingenommen und alle Wanderer waren voll des Lobes über die gute Küche. Für den Verfasser dieses Berichtes war völlig überraschend, dass eine Französin „saure Kutteln“ bestellte. Diese waren wohl auch nach ihrem Geschmack, denn sie lobte sie überschwenglich.
Der Abschluss dieses Tages und schließlich auch des Aufenthaltes der französischen Freunde wurde im Schillergarten in Bad Saulgau begangen. Die Gäste bedankten sich nochmals herzlich für die abwechslungsreichen Wanderungen. Zugleich sprachen sie eine Einladung aus, im kommenden Jahr mit ihnen in der Umgebung von Sausset les Pins und in den französischen Alpen zu wandern. Dabei ist vorgesehen, dass unterschiedliche Streckenlängen mit unterschiedlichen Höhenmetern angeboten werden.

Franz Rimmele